Die Wasserhärte gibt an, wie viel Calcium und Magnesium („Kalk") im Wasser gelöst ist. Sie entscheidet über Kalkablagerungen in Leitungen und Geräten, den Waschmittelbedarf und den Geschmack. Angegeben wird sie meist in Grad deutscher Härte (°dH) oder in mmol/l. So testen, messen und bestimmen Sie Ihren Härtegrad zuverlässig.
Die Einteilung folgt dem deutschen Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG):
| Härtebereich | °dH (Grad deutscher Härte) | mmol/l Calciumcarbonat |
|---|---|---|
| weich | unter 8,4 °dH | unter 1,5 mmol/l |
| mittel | 8,4 – 14 °dH | 1,5 – 2,5 mmol/l |
| hart | über 14 °dH | über 2,5 mmol/l |
Umrechnung: 1 mmol/l Calciumcarbonat ≈ 5,6 °dH. Ihren örtlichen Härtegrad nennt oft auch das Wasserversorgungsunternehmen – ein eigener Test zeigt aber die tatsächliche Härte an Ihrer Entnahmestelle (z. B. nach einer Enthärtungsanlage).
Streifen eintauchen, kurz warten, Farbe an der Skala ablesen. In Sekunden ein Richtwert – ideal für die schnelle Eigenkontrolle zu Hause, im Pool oder im Betrieb.
Wasserhärte-Teststreifen →Per Titration (Tropfen zählen) bestimmen Sie den Härtegrad exakt – genauer als Teststreifen und ganz ohne Gerät. Auch für niedrige Resthärten nach der Enthärtung.
Gesamthärte-Messbesteck →Für reproduzierbare, belegbare Werte im Labor oder in der Prozesskontrolle wird die Härte photometrisch bestimmt.
Zur Wasseranalytik →
1. Frisches Wasser direkt an der Entnahmestelle abfüllen (nicht abgestanden).
2. Teststreifen kurz eintauchen bzw. beim Messbesteck die Probe abmessen.
3. Reaktion abwarten und mit der Farbskala vergleichen – oder beim Titrierbesteck die Tropfen bis zum
Farbumschlag zählen.
4. Wert in °dH ablesen und mit der Tabelle oben einordnen.
Für den täglichen Gebrauch ist mittelhartes Wasser (8,4–14 °dH) unproblematisch. Weiches Wasser schont Geräte und spart Waschmittel; sehr hartes Wasser (über 14 °dH) fördert Kalkablagerungen. Gesundheitlich ist Härte unbedenklich.
1 mmol/l Calciumcarbonat entspricht etwa 5,6 °dH. Beispiel: 14 °dH ≈ 2,5 mmol/l (Grenze mittel/hart).
Teststreifen liefern einen schnellen Richtwert in Stufen. Ein Titrier-Messbesteck misst den Härtegrad deutlich genauer und eignet sich auch für niedrige Resthärten nach einer Enthärtung.
Für die Haushaltskontrolle genügt ein gelegentlicher Test. Nach dem Einbau oder der Wartung einer Enthärtungsanlage sowie in technischen Anlagen (Kessel, Kühlwasser) sollte regelmäßig geprüft werden.